Oktoberfest, die Wiesn

Ich dachte immer, das Oktoberfest ist im Oktober. Damit lag ich jedoch falsch, denn es wird im September durchgeführt. Das allererste Mal fand das Volksfest am 17. Oktober 1810 zu Ehren der Hochzeit von König Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese statt.

Es ist das grösste Volksfest und es wird in München auf Theresienwiese aufgebaut. Die Wiesn wurde nach der Braut benannt und dank der Wiesn, hat dieses traditionelle Fest den Übernamen „Wiese“ bekommen.

Anfahrt
Die beste Möglichkeit ist zu Fuss zur Wiese zu laufen. Von der Altstadt aus beträgt der Fussweg ungefähr 20 Minuten. Man kann aber auch mit dem Taxi oder mit der U-Bahn bis zu der Bahnstation Theresienwiese fahren.

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Das Zelt
Es gibt sehr grosse Zelte, die bis zu 8000 Sitzplätze haben sowie kleinere Zelte ab 1000 Sitzplätze. Wir waren drei Mal im Armbrustschützenzelt, was zu den Grösseren gehört und fast 7000 Plätze hat.

Wenn man einen Tisch reserviert hat, muss man ihn bis spätestens um 18.30 besetzt haben, ansonsten dürfen sie den Tisch weitervergeben. Wir machen uns deswegen immer sehr früh auf den Weg, sodass wir um spätestens 17.30 beim Zelt sind.
oktoberfest-blog-05289Je nach Zelt wird es anders geregelt, wie man reinkommt. Meist kann man durch den Hintereingang, wenn man eine Reservation hat. Es gibt jedoch auch Zelte wo man einen Bon bekommt und rein darf wenn die Bonfarbe aufgerufen wird. Es werden nur Gäste mit einem Bon hereingelassen. Es gibt aber auch solche die Armbänder verteilen und und und…

Wer keinen Tisch reserviert hat, muss beim Haupteingang anstehen, was oft lange dauern kann da sehr viele Leute anstehen. Aus Sicherheitsgründen dürfen nur eine bestimmte Anzahl an Menschen im Zelt sein. Sobald also ein Gast das Zelt verlässt, darf ein neuer Gast das Zelt betreten. Diese Regel bedeutet aber auch, dass wenn du das Zelt verlässt nicht wieder hereinkommst. Ausser du stehst nochmals an und versuchst dir einen neuen Sitzplatz zu ergattern oder du hast ein Armband, dann kommst du jederzeit wieder rein.

Nachdem wir unseren Tisch gefunden haben, gehe ich an die Kasse im Zelt und hole unsere Bier- und Essensbons ab. In der Zwischenzeit nehmen meine Freunde Platz und bestellen bereits die erste Runde und dazu eine Brotzeit für alle.
Brotzeit

Ich verteile die Bons, so kann jeder seine Konsumation direkt selbst bezahlen und es gibt kein Durcheinander. Zwei kleine Tipps von mir; Nehmt Abfallsäcke mit um eure Jacken unter dem Tisch zu deponieren. Zudem rate ich euch genügen Bargeld mitzunehmen, da im Zelt nur bar bezahlt werden kann. Ich habe schon Geldautomaten gesehen, allerdings wird auch dort die Wartezeit beträchtlich lange sein.

Essen und Trinken
Wer nicht gerne Bier trinkt, kann auch alkoholfreie Getränke oder Champagner sowie Wein bestellen. Wir hatten auch schon schwangere Frauen dabei und sie hatten nie ein Problem, alkoholfreies zu bestellen.

Mit den Bons rate ich euch, das Bier zu bezahlen und die Süssgetränke bar. Denn auch wenn ihr mit einem Bierbon ein günstigeres Süssgetränk einlöst, bekommt ihr kein Geld retour.

oktoberfest-blog-08498Um ca. 19.00 Uhr bestellen wir unser Dinner. Meistens steht die Karte auf dem Tisch und es hat für jeden etwas dabei. Ich liebe bayerisches Essen und muss immer bei jemandem naschen, der die Haxe bestellt hat. 😉

Musik
Es spielen immer verschiedene Gruppen der Blaskappelle und die Musik ist je nach Zelt verschieden. Wir hatten immer coole Kappellen die meine Lieblings-Songs spielten und wir lauthals mitsingen konnten. Kennt ihr die Songs wie zum Beispiel: Cowboy und Indianer oder ich bin so gross, gross, gross….? Bei diesen Lieder kann ich unmöglich still sitzen, ich stehe auf und tanze und singe mit.
oktoberfest-blog-01529Die Gruppe spielt nicht den ganzen Abend, wenn sie Pause machen wird Musik vom Band gespielt. Währenddessen essen die Gäste oder sie gehen auf die Toilette.

Es kommt darauf an, wo man den Sitzplatz hat, denn es kann im Zelt sehr laut sein. Die reservierten Tischen befinden sich meist am Rande, was ich optimal finde. Auf den Gängen zwischen den Tischen wird das Tanzen nicht gerne gesehen, da die Servicemitarbeiter sich dort mühelos fortbewegen können müssen und auch wegen der Sicherheit wird es nicht geduldet.

Toilette
Im Zelt befinden sich Toiletten, welche von Toiletten-Damen regelmässig gereinigt werden. Wie es halt so ist, bildet sich bei den Frauen schnell eine Warteschlange und deswegen mache ich mich immer frühzeitig auf den Weg. Auch auf dem Wiesen-Areal gibt es genügen Klo’s, allerdings sind diese nicht so sauber wie die WC’s in den Zelten.

Die Besoffenen
Leider gibt es am Oktoberfest immer wieder Menschen, die über die Stränge schlagen. Auch wir haben schon Sachen mitbekommen müssen, die nicht sehr schön waren. Die Sicherheitsbeamten im und um das Zelt haben es jedoch sehr gut im Griff und sobald sich jemand nicht mehr zu benehmen weiss, wird er rausgeschmissen. Bis wir auf der Wiesen sind, ist das Fest bereits seit einigen Stunden in vollem Gange und hir und da sehen wir auch schon Gäste, die bereits ihren Rausch ausschlafen müssen.
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Gleich neben dem Zelt-Areal gibt es einen Hügel der den Namen „Hügel der Schande“ trägt. Wir konnten sogar einmal live eine Liebesdrama mitverfolgen. Die Freundin eines Betrunkenen fand es überhaupt nicht lustig wie betrunken ihr Freund war. Sie schrie ihn an und als dies nichts nützte, holte sie mit ihrer Hand aus und schlug ihm eins. Dies war kein zimperlicher Schlag, sie holte richtig aus, wie beim Dunking im Basketballspielen. Man sieht alles auf den Wiesen, langweilig wird es beim Zusehen garantiert nicht.
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Festgelände
Auf dem Festgelände hat es einige Bahnen und auch Schiessstände. Es hat für Jung und Alt etwas dabei. Mir haben es die Süssigkeiten Stände mit den Lebkuchen Herzen besonders angetan. Es ist ein perfektes Mitbringsel. Mein Mann hat mir vor ein paar Jahren auch eines geschenkt, welches ich mit viel Stolz getragen habe. 🙂
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Zurück zum Hotel
Am einfachsten ist es, in das Hotel zu laufen. Einmal hatten wir Pech und im Voraus kein Hotel in der Stadt in unserem Preissegment gefunden. Also mussten wir ein Taxi nehmen da der Weg zum Hotel zu lange gedauert hätte. Leider wollte uns kein Taxi mitnehmen, da wir in Trachten waren, sie hatten Angst dass wir zu betrunken sind und sich jemand im Taxi übergeben könnte. Nach langem Suchen hatten wir Glück und fanden eine Taxi. Wer direkt an der Theresienwiese ein Taxi erwischen möchte, muss kämpfen. Ich habe es auch schon geschafft, denn ich bin gut im Taxi klauen! 😉

Eure
Madelaine

Zusäzliche Blogeinträge über das Oktoberfest:
Tisch reservieren am Oktoberfest
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Reisetipps: München

 

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6 Kommentare zu „Oktoberfest, die Wiesn

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