Reisetipps: Schloss Neuschwanstein

Mit meinen Freundinnen besuchte ich im Frühling 2016 das Schloss Neuschwanstein. Jeder der mich kennt, weiss ich würde am liebsten eine Prinzessin sein. Aber nicht die moderne Prinzessin wie Cathrine Duchess of Cambridge sondern so wie in den Filmen 😉

Bei unserem letzten Besuch in München waren wir im Motel One und bei der Bar ist auf einer Wand das Schloss Neuschwanstein abgebildet. Eines der Mädels fragte mich, wann gehen wir zum Schloss Neuschwanstein? Meine Antwort lautete sofort: „Toll wir machen ein Prinzessinnen Ausflug!“

So begann ich mit der Planung. Wir machten ab, wir fahren für ein Wochenende nach Füssen.

Anfahrt:
Wir sind mit dem Auto von Zürich gefahren. Nach der Schweizer Grenze haben wir uns um eine Vignette bemüht. Das ist sehr einfach. Diese kann man am Kiosk beziehen. Somit konnten wir unbeschwert auf der österreichischen Autobahn fahren, ohne Angst zu haben eine hohe Busse zu erhalten.

Hotel:
Hotel Füssen: http://www.hotel-fuessen.de/de/hotel.html
Wir wohnten in einem Hotel in der Nähe vom Schloss Neuschwanstein. Unser Wunschhotel war leider ausgebucht, aber das Hotel Füssen war auch eine sehr gute Wahl.

Am ersten Abend assen wir direkt im Hotel und das war wirklich sehr gut, auch das Frühstück war immer sehr lecker und vor allem reichlich an Auswahl.

Für das Hotel ist es nichts Neues, dass ihre Gäste einen Ausflug zum Schloss Neuschwanstein planen, also bieten sie es an sich um die Tickets zu bemühen.

Prinzessinnen Tag:

Tickets:
Wir buchten die Tickets bereits im Hotel. Die haben Erfahrung, somit empfahlen sie uns die erste Tour um 12.00 Uhr zu unternehmen. Das war perfekt für uns. Die Tickets mussten wir aber noch umtauschen und das ging nur vor Ort. Wir sind zum Tickethäuschen gelaufen und da war bereits eine sehr lange Schlage. Am Bildschirm sahen wir bereits, die Führungen seien bereits ausgebucht. Wer schon Tickets hat, kann direkt zur Kasse für die reservierten Tickets gehen und sein Ticket umtauschen. Führungen würde ich vorab buchen, wie ich über das Hotel oder online ist es auch möglich. Vor Ort kann es bereits früh morgen früh ausgebucht sein.

Anfahrt zum Schloss:
Wir sind vom Hotel aus mit dem Auto zum Schloss gefahren. Die Fahrt war sehr kurz und die Landschaft ist wirklich wunderschön. Es gibt einige Parkplätze beim Schloss. Wir haben 6 Euro für das parken bezahlt. Da wir nicht auf den Plan geschaut haben, mussten wir ein kleines Stück durch das Dorf laufen. Doch das machte uns nichts aus, den das Dorf ist auch sehr hübsch und es gibt so viele Shops, da mussten wir natürlich auch noch vorbeisehen.

Die Ortschaft Hohenschwangau ist natürlich sehr touristisch, jeder möchte gerne die Schlösser anschauen und somit ist es immer sehr voll von Touristen und nichts ist umsonst. Der erste Blick auf das Schloss Neuschwanstein war enttäuschend. Um 10 Uhr morgens befand sich das Schloss noch im Nebel.

Schloss Hohenschwangau:

Wir sind durch die Stadt flaniert und zum Schloss Hohenschwangau gelaufen. Laut dem Plan wussten wir, dass wir genügend Zeit einplanen müssen. Der Spaziergang ist wirklich wunderschön. Wir hatten genügend Zeit einberechnet und konnten noch auf den Platz und um das Schloss alles besichtigen. Auf dem Ticket hatten wir eine Zeit, erst ab da konnten wir ins Schloss gelangen.

Ich persönlich wusste nicht viel vom Schloss Hohenschwangau und deshalb war es mir neu, dass damals die Könige mit ihren Familien in den Sommermonaten im Schloss wohnten.
Die Führung war sehr spannend und wir hatten einen jungen Herr der mit viel Elan und Begeisterung über das Schloss und die Königsfamilien erzählten. Ich empfehle euch auf jedenfalls eine Führung zu buchen.
Nach der Schlossbesichtigung nahmen wir uns nochmals Zeit für uns, denn die Sonne hatte sich durch den Nebel gekämpft. Es hat sich gelohnt das Schloss nochmals etwas genauer anzusehen. Zum Schloss gibt es verschiedene Wege und wir wählten den schnellsten, doch beim Rückweg entschieden wir uns für den längeren Weg und spazierten durch den Wald.

Immer wieder sind uns Kutschen mit den Pferden entgegen gekommen, natürlich ist auch das eine Möglichkeit.
Mittagessen:

Direkt am See befindet sich ein Restaurant und da die Sonne uns nun anlächelte und es auch sehr warm wurde, haben wir einen Platz draussen eingenommen. Wir wollten etwas kleines essen. Das Restaurant ist durch seine Lage sehr beliebt und die Küche ist sehr traditionell. Natürlich musste man auch noch ein Weissbier getrunken werden, wir sind ja in Bayern 😉
Schloss Neuschwanstein:

Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum Schloss Neuschwanstein. Der Weg führte durch den Wald. Immer wieder gab es Wegweiser, wie man zum Schloss auf verschiedene Wegen gelangt. Wie schwierig der Weg ist und wie viel Zeit benötigt wird ist auf dem Schild geschrieben. Der Weg zum Schloss ist sehr steil und wir benötigten ca. 40 Minuten. Wir haben es aber auch sehr gemütlich genommen. Wer nicht gut zu Fuss ist, hat die Möglichkeit mit der Kutsche zu fahren.

Oben angekommen musste ich sagen was für ein schönes und imposantes Schloss. Disney hat das Schloss als Vorlage von Dornröschen Schloss genommen und es ist wirklich königlich.
Wir hatten unsere Führung um 15.00 Uhr. Wieder waren wir etwas frühzeitig da und schauten uns noch etwas um. Pünktlich startete die Führung am Schlosseingang.

Sehr spannend fand ich, dass die Einrichtung nie zu Ende gebracht wurde. Der König lebte ganze 172 Tage im Schloss, bevor er auf mysteriöse Art und Weise verstarb. Das haben wir erfahren als wir einige der Räume besichtigten durften.

Als Kind lebte König Ludwig II im Schloss Hohenschwangau und war oft in der Umgebung wandern. Eines der Wanderziele waren die Ruinen der Vorhongschwangstein Burg. Nach dem Tod des König Maximilian wurde Ludwig II König. Sein erstes Bauprojekt war das Schloss Neuschwanstein welches er nach seiner Vorstellung bauen lies, wo damals die Ruine stand. Bereits begann er 1869 das Schloss zu bauen und finanzierte es mit seinem Privatvermögen. Er wollte nie das Schloss für die Öffentlichkeit zugänglich machen doch er musste immer mehr Kredit aufnehmen, um sein Schloss zu beenden. Bis zu seinem Tod hatte er 7 Millionen Schulden. Deshalb wurde geplant, einige Zimmer für die Bevölkerung zugänglich zu machen und mit dem Eintrittsgeld einen Teil des Kredits zurück zu bezahlen. Die ersten Besucher durften bereits 6 Wochen nach dem Tod von König Ludwig II das Schloss besichtigen.
Marie Brücke:
Den 15 Minuten Spazierweg vom Schloss zur Marienbrücke lohnt sich sehr. Ludwig hat die Brücke nach seiner Mutter benennt. Wer Höhenangst hat, muss sich sehr überwinden und eine Hängebrücke mag auch nicht jeden tragen. Ich hatte jedoch kein Problem, nur mir war es etwas voll auf der Brücke.
Aber wer sein Foto gemacht hat, macht Platz für den nächsten und deshalb geht das wunderbar.

Wir sind mit Umwegen wieder nach unten zum Dorf gelaufen. Der Spaziergang tat uns allen gut und wir wollten noch ein Stück Kuchen essen. Wieder sind wir zum Restaurant direkt an dem See und genossen ein Stück Kuchen, bevor es zurück ins Hotel ging.

Auf dem Weg zum Auto haben wir paar Souvenirshops genauer angesehen und natürlich mussten wir das eine oder andere Mitbringsel einkaufen.

Füssen:

Dinner im Gasthof Krone:
Wir wollten in Füssen noch ein traditionelles Abendessen geniessen. Richtig bayerisch, das liebe ich. Füssen ist wirklich toll. Gerade bei unserem Hotel beginnt die autofreie Zone mit tollen Geschäften, die aber leider bereits geschlossen war. Nächstes mal würde ich noch einen Tag dazu nehmen um noch einkaufen zu können.
FüssenWir haben den Tipp vom Hotel erhalten und mussten bereits beim Eingang lachen. Natürlich mussten wir Fotos schiessen. Drinnen wurden wir ebenfalls nicht enttäuscht. Das Restaurant ist sehr im mittelalterlichen Stiel dekoriert und das Servicepersonal passend dazu gekleidet.Wir haben sehr gut gegessen, richtig bayerisch mit Kraut, Knödeln, Braten, Wurst oder eine Haxe und als Dessert natürlich einen Kaiserschmarren. Als krönender Abschluss floss Hochprozentiges direkt vom Fass nach mittelalterlichen Stiel in den Mund.

Wir suchten noch eine Bar, aber das war nicht so einfach. Unser Kellner gab uns den Tipp und wir landetet in einer Dorfbar was noch süss war.

Museum der bayerischen Könige:

Am Sonntag sind wir wieder mit dem Auto nach Hohenschwangau gefahren und besuchten das Museum der bayerischen Könige. Am Eingang haben wir alle einen Audio-Guide erhalten. Das moderne Museum ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Ich kann nicht sagen, wie lange wir da waren, etwa 2 Stunden würde ich sagen. Für mich war es sehr interessant, da ich mich sehr für die Könige der Welt interessiere, aber die bayrische Könige verstand ich nie richtig. Jetzt jedoch habe ich es verstanden 😉
Nach dem Museum gingen wir noch in die Souvenirs Shop und ich musste noch einige Sachen einkaufen. Ich wollte mir was kaufen, aber meine liebe Freundin Nadia schenke mir dann den Filzhut mit Federn für meinen nächsten Besuch am Oktoberfest. Ein Buch über die berühmteste bayerische Prinzessin, Kaiserin Sissi und ein lustiges Kinderbuch was ich sehr gerne vor dem Einschlafen lese. Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in Wirklichkeit. Ein tolles Buch über das Leben der bayerischen Prinzen und Prinzessinnen. Kleine Kapitel über diverse Themen. Was machen sie den ganzen Tag? Wie ist es in einem Schloss zu wohnen oder auch was beschäftigte die Prinzen und Prinzessinnen.

http://www.buch.ch/shop/home/rubrikartikel/ID20860986.html?ProvID=10904205

Ein spezielles Souvenir möchte ich euch noch vorstellen. Bayern ist das Land des Bieres, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es sogar ein Bier vom Schloss Neuschwanstein gibt. Das Priniumbier hat einen stolzen Preis von 39 Euro. Da mein Mann gern ein Bier trinkt, habe ich ihm dieses Bier mit nach Hause gebracht. Ich fand die Flasche aussergewöhnlich und eine Hommage an das Schloss musste ich mit nach Hause nehmen. Er fand es ausgesprochen lecker auch wenn man das Bier in einem Rotweinglas trinken muss.

Das Wochenende war grossartig. Wir hatten unseren Prinzessinnen Ausflug genossen und mit unseren Diademen sind wir auch mit den anderen Touristen ins Gespräch gekommen. Wir haben gesagt, nächstes mal werden wir länger in Füssen bleiben und nicht nur einen Shopping Tag einplanen, sondern auch einen schöne Wanderung wollen wir dazu machen.

Eure Madelaine

 

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Ein Kommentar zu „Reisetipps: Schloss Neuschwanstein

  1. Dieser Bericht war grossartig, liebe Prinzessin Madalaine. Lebhaft, spannend und unterhaltsam hast du dieses königliche Wochenende geschildert. Es macht Lust, auch selbst mal hinzugehen.

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