Stopover in Dubai

Mein Mann und ich wollten Dubai beschnuppern und dies taten wir mit einem Stopover auf dem Weg nach Mauritius. Eine Stadt mit so vielen Gegensätzen muss ich mir genauer ansehen. Dubai ist eine junge Stadt, alles muss mehr, grösser oder eben auch höher sein.Ich bin eine moderne Frau, deshalb gefällt mir nicht alles, was in Dubai passiert und ich war mir nicht sicher, ob ich mich wohlfühle.Wir hatten leider nicht so Glück mit dem Wetter, denn wir hatten einen Sandsturm. Am ersten Tag war er sehr stark, also blieb uns nicht viel übrig und wir besuchten die Dubai Mall.

Dubai Mall:
In der Dubai Mall befindet sich auch das Dubai Aquarium. Ein riesengrosses Becken mit grossen Fischen dürfen wir auch bestaunen, ohne das Aquarium zu besuchen. Die Grösse dieses Aquariums ist wirklich beeindruckend. Wer zum Burj Khalifa möchte, muss ebenfalls durch das Einkaufszentrum gehen. Am Abend sind vor dem Einkaufszentrum auch die wirklich wunderschönen Fontänen die zur Musik tanzen sehenswert.
Am Abend genossen wir ein Abendessen mit einer Freundin, die ebenfalls in Dubai war. Am 2. Tag war der Sandsturm noch da aber nicht mehr so stark. Neben Sandsturm hatten wir mit ca. 41 Grad auch ziemlich heiss. Unser Hotel lag an der Jumaira Beach und so machten wir einen Spaziergang am Strand entlang. Schnell sahen wir die neue Touristen-Attraktion: das Riesenrad ist wirklich riesig. Das Riesenrad in London ist 135m hoch, aber das in Dubai wird 220m hoch.

Nach dem Spaziergang hatten wir einen kleinen Hunger und ich musste noch etwas in einer Apotheke einkaufen, also beschlossen wir zur Marina Mall zu gehen. Auf dem Weg dorthin sah ich das erste „Protz“-Auto. Ich dachte, in Dubai wimmelt es nur von solchen Autos.

Die Marina Mall ist mir sehr sympathisch. Sie ist um einiges kleiner als die Dubai Mall und ich hatte den Überblick. Leider gab es für den Lunch nicht so ein tolles Angebot, also gingen wir wieder in das Shakespeare Café und genossen einen köstlichen Lunch. Der Humus ist ja so lecker, kann ich nur empfehlen.

Burj Khalifa http://www.burjkhalifa.ae/en/index.aspx
Das Ticket für das höchste Gebäude der Welt habe ich bereits online reservieren können. Leider waren die Tickets zu den besten Zeiten bereits ausgebucht. Wir haben uns Tickets gegönnt, mit denen wir auf dem 148. Stockwerk Zutritt hatten.

Dies ist etwas teuer, aber ich fand, es lohnt sich (370 AED, ca. 100 CHF). Pünktlich um 17 Uhr sind wir angekommen und konnten ohne anstehen unsere Tickets umtauschen. Nun wurden wir in einen Raum geführt, wo wir etwas zu Trinken erhalten haben und warteten, bis andere Touristen sich zu uns gesellten. Danach ging es los. Wir hatten eine Dame, die uns zum 148. Stockwerk führte und uns einiges über das Gebäude erklärte. Der Sicherheits-Check ging auch sehr schnell und schon fuhren wir mit dem Lift zum 125. Stockwerk. Kurz mussten wir den Lift wechseln und dann waren wir oben im 148. Stockwerk. Was für ein Ausblick! Ich wollte erst diese Aussicht fotografieren, also nahm ich mir weder Getränk noch Süssigkeiten die sie uns anboten. Es war grossartig.Ein kleiner Abschnitt des 360° Rundgangs führt noch auf die Terrasse. Als wir dort eintrafen, machte ein Mann gerade einen Heiratsantrag und wir applaudierten. Mein Mann sagte mir im Nachhinein, «jetzt weiss ich, weshalb er so nervös war». Wir verbrachten sicher 45 Minuten im 148. Stockwerk und niemand bat uns, dass wir gehen sollten. Eigentlich durften wir uns nur 30 min dort aufhalten. Ich nahm nun meinen Fruchtsaft und eine der lokalen Süssspeisen. Oh die Baklava war ja lecker, nur mein Rosenwasser-Macarons war nicht so meins. Wir gingen nun nach unten zum 125. Geschoss. Wieder einmal musste ich alles fotografieren. Toll fand ich auch die Monitore, auf denen man sehen konnte, wie es früher einmal aussah und wie bei Nacht. Die Fontänen hörte man bis in den 125. Stock, aber von hier oben sind sie nicht gerade ein Spektakel zum Ansehen. Zum Schluss machten wir noch eine Runde im 124. Stockwerk. Leider hatten wir nicht den besten Ausblick, weil der Sandsturm noch tobte. Trotzdem hat es sich für mich gelohnt. Im 148. Stockwerk hatten wir wirklich viel Platz, aber in den Etagen 124 & 125 mussten wir etwas kämpfen um die Aussicht zu geniessen.

Fontänen
Nachdem wir die Fontänen nur von oben gesehen haben, wollten wir sie natürlich auch noch von Nahem betrachten. Die Fontänen tanzen zu arabischer und internationaler Musik. Ich schaute mich um und sah so viele verliebte Paare die Zärtlichkeiten ausgetauscht haben und das nicht nur von Touristen.

Mir hat es hier bei den Fontänen so gut gefallen, dass wir uns einen Dinner Platz mit Blick auf die Fontänen suchten. In einem italienischen Restaurant, Serafina, fanden wir einen tollen Platz. Sie werben damit, dass man bei ihnen Alkohol trinken darf, was für einige sicher auch ein Kriterium sein kann. Wir hatten einen tollen Platz direkt bei den Fontänen, allerdings mussten wir aufstehen sobald die Musik gespielt hat um das Fontänen-Spiel zu sehen. Der Sichtschutz, der angebracht wurde damit niemand den Alkohol sieht, verdeckt leider die Sicht auf die Fontänen. Alles kann man nicht haben – sogar in Dubai. So haben wir unseren Abend noch mit einem Eis ausklingen lassen und flogen am nächsten Morgen nach Mauritius.

Dubai hat mich sehr positiv überrascht. Es wurde hauptsächlich Englisch gesprochen, sogar unter Einheimischen, da es sehr viele Einwanderer hat. Irgendjemand muss ja in diesen unzähligen Hotels, Restaurants und Einkaufshäusern arbeiten, denn vor nicht allzu langer Zeit war es hauptsächlich Wüste.

Die Stadt ist sehr spannend und ich freue mich, sie bei einer anderen Gelegenheit etwas länger als nur zwei Tage zu betrachten. Meine Liste, was ich alles noch sehen muss in Dubai, ist noch sehr lang.

Eure Madelaine

Advertisements