„Mal was Anderes“ im Hotel Schweizerhof

Bereits als ich den Flayer sah, das Hotel Schweizerhof in Zürich wird im Restaurant La Soupière einen Abend lang ihre Gäste kulinarisch auf aussergewöhnliche Art verwöhnen, wusste ich das ich dabei sein wollte. Ich wollte mit meinem Mann an meinem Geburtstag gehen der erst im Mai ist.

Helmut Stadlober, Helmi, Sommelier und Gastgeber im Hotel Schweizerhof und sein Team, hat mich aber bereits zum ersten Abend ihres „Mal was Anderes“ eingeladen. Was für eine Ehre, natürlich kommen wir gerne. Mein Mann und ich verbrachten eine wunderbare Date Night.
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„Mal was Anderes“ Martin Fenz der Küchenchef und sein Team waren für den Hochgenuss verantwortlich. Martin absolvierte eine Weiterbildung und lerne die Mokularküche besser kennen. An den „Mal was Anderes“ Abenden konnte er seine Kreativität und sein Können richtig zeigen. Für uns war es eine Überraschung was wir zu essen bekommen. Ich hatte in meiner Einladung nur einige Zutaten pro Gang gesehen und wusste nicht, was mich erwarten würde. Leider bin ich auf Joghurt allergisch und meldete dies bereits bei der Anmeldung. Der Küchenchef schrieb mir gleich eine E-Mail und wollte genaueres wissen. Natürlich ist das ungewöhnlich wenn jemand auf Joghurt allergisch reagiert. Doch bei mir schwillt die Speiseröhre an und drückt gegen die Luftröhre, somit bekomme ich keine Luft und im schlimmsten Fall würde ich ersticken. Ich war leider bereits zwei mal in Spital, weil ich es nicht sofort bemerkte. Martin versicherte mir, er lasse sich was tolles einfallen nachdem ich ihm geschrieben habe, er muss sich keine Gedanken machen ich nehme auch einfach ein Dessert was sie sonst im Haus haben.

Ich war ja schon so gespannt auf den Abend und was wir essen werden. Auf Facebook sah ich, wie Martin und sein Team sich vorbereiteten. Das schöne ist, er macht das mit seinem Team. Hat sein Team mitgenommen zum Einkaufen. Da konnten sie die Produkten genau ansehen und auch Inspiration sammeln.

Wie immer wurden wir sehr herzlich begrüsst. Einige Male im Jahr bin ich im Hotel Schweizerhof mit meinen Freundinnen bei „Tell me Helmi“, wenn es einen speziellen Abend gibt wie das Thema Österreich. Auch mit der Familie, wenn wir was tolles zu feiern haben, sind wir sehr gerne im La Soupière. Die meisten kennen mich mit Vornamen, denn ich durfte auch vor paar Jahren bei einem Tell me Helmi Abend einen Cupcakes Kurs durchführen. Hier könnt ihr den Artikel lesen. So habe ich das Team besser kennengelernt.

Ein grossartiger Abend begann bereits mit der Butter und Olivenoel Auswahl. Helmi kam zu uns an den Tisch mit zwei verschiedenen Butter. Ich liebe gesalzene Butter, mein Mann weniger also konnten wir uns nicht einigen und Helmi gab uns beide. Das Olivenöl war grossartig.
Butter Wir wussten ja, uns werden heute einige Gänge serviert, also wollten wir uns da etwas zurückhalten. Normalerweise nehme ich kein Brot, doch dieses mal konnte ich nicht wiederstehen. Die Butter aus Rorschach war so cremig und die gesalzene Butter so lecker, dass ich gerne ein zweites Brot gegessen habe. Das Olivenöl schmeckte meinem Mann extrem gut, er hätte das Olivenöl aus der Toscana löffeln können.

Wir begannen mit einem Glas Champagner. Spätestens da bemerkt man, dass in diesem Haus Qualität an erster Stelle steht. Ich habe Champagner zum probieren erhalten und als ich nickte wurden unsere Gläser gefüllt.

Breits wurde uns der Gruss aus der Küche serviert. Als der Service uns das Amouse Buche servierte, erklärte der Herr im Service was wir auf dem Teller hatten. Tandooripoulet im Knuspermantel. Es war cremig und alles passte zusammen. Es sah grossartig aus, es schmeckte fantastisch und ich wollte mehr. Als es abgeräumt wurde sagte ich, Martin darf so weiter machen.
img_3552Der Service war für die Gerichte sehr gut geschult worden und haben uns einen passenden Weisswein serviert. Meine Freundin Crysi hat mir mal von dem Wein erzählt und seit dem trinke ich den Heida aus dem Wallis sehr gerne. Ein etwas süsslicher Wein, perfekt für den zweiten Gang. Als nächstes gab es würziger roter Thunfisch mit Hüttenkäse und Birnen Chutney. Wieder wurde uns die Zubereitung erklärt. Ich mag Birne nicht so gerne, doch in dieser Kombination war es sehr lecker vor allem die Birnen Chips, die als Dekoration dabei waren.
ThunfischIch genoss noch den Heida, mein Mann hatte aber einen neuen Wein erhalten. Einen fruchtigen Chablis aus Frankreich. Uns wurde der dritte Gang serviert. Gänseleberterrine mit Mango, Sellerie und Cantuccini. Was für ein Traum. Ganz langsam habe ich diesen Gang genossen. Den es war grossartig! Die Gänseleberterrine mit dem Cantuccini war eine überraschende Kombination und ein Gedicht für meinen Gaumen.
GänzeleberBerits wurde uns der 4. Gang serviert mit sautierten Hummerschwanz mit Zitronenveloute, Avocado und Koriander. Die Zitronenveloute hat uns Helmi langsam in den Teller giessen lassen. Was ich sehr edel fand.
HummerDer Trüffel unter der Glosche ist mir natürlich schon lange aufgefallen, doch habe ich nicht gedacht, dass es für uns ist. Der 5. Gang waren Spinatravioli mit Mandelschaum und Trüffel. Uns wurde die Ravioli mit dem Mandelschaum serviert und Helmi kam mit dem Trüffel und hobelte grosszügig auf unser Teller. Ich hatte noch nie Ravioli mit Blattspinat und die Kombination mit dem süsslichen Mandelschaum fand ich wieder so eine gelungene Kombination. Das würde ich sofort in meinem Restaurant auf die Karte setzten. Dazu haben wir einen italienischen Rotwein, den Rossi Piceno aus Marche, erhalten.
img_3568 img_3576 img_3573Sicher kennt ihr noch die „Regeln“ Rotwein wird zu Fleisch serviert. Bei Fisch serviert man Weisswein. Ich selber trinke sehr gerne Rotwein zum Fisch. Der 6. Gang war ein Sous-Vide gegarter Steinbutt mit gebackenen Kalbsbacken, Wan Tan, Kohlrabi, Kavier und Senf. Ich habe gerade zu Weihnachten eine Sous-Vide bekommen und experimentiere noch. Fisch habe ich bis jetzt noch nicht zubereitet. Auch da finde ich, die Zubereitung schmeckt man. Es ist anders als wenn es im Dampf zubereitet wird was ich bis jetzt immer hatte. Wirklich mal was anderes. Die Wan Tan hat mir sehr gut geschmeckt.
SteinbuttUns wurde der 7. Gang serviert. In Soja geschmortes Rindsfilet mit Bulgur und Zuckerschoten. Da musste ich langsam kämpfen. Wir erhielten noch zusätzliche Sauce in einem Sauciere. Das Fleisch war ganz nach meinem Geschmack. Es war schön rosa und vom Geschmack was ich nicht beschreiben kann. Es war aber lecker und sehr inspirierend. Ich muss das mal daheim versuchen nachzukochen 😉
Sou-Vide RindfleischUns wurde ein Dessertwein serviert. Ich liebe Dessertweine, so habe ich angefangen Wein zu trinken.

Auf der Karte schaue ich immer erst das Dessert an und bestelle immer so, dass ich für das Dessert noch Platz habe. Uns wurde das Pre Dessert serviert. Variation von Burruta und Erbeeren. Was für ein Gedicht. Burruta habe ich erst vor kurzen entdeckt, meist wird es als eine Variation von Tomaten Mozzarella serviert, doch noch nie hatte ich es als Dessert. Die Variationen der Erbeeren waren ebenfalls sehr interessant, frische Edbeeren, Erdbeereis und schockgefrorene Erbeeren die ich besonders mag. Grossartiges Dessert!DessertDer letzte Gang wurde uns serviert. Ich dachte wir hatten bereits die 8 Gängen durch. Doch uns wurde nun der 9. Gang serviert. Ein Jogurthmousse, Auswahl von Hafer und Gelee von Brombeere und Verveine. Für mich hat Martin das Jogurth mit Sauerrahm ausgetauscht was ich sehr toll fand. Ich hatte optisch das gleiche Dessert aber meins war leckerer 😉 Die Brombeeren waren aussergewöhnlich aromatisch und so klein. Helmi erklärte uns, dass sind Waldbrombeeren. Ich hätte eine ganze Schlüssel essen können.img_3605Mein Mann und ich haben sehr viel über die Gerichten diskutiert während dem Essen und mussten wirklich sagen, dass Martin mit seinem Team eine grossartige Kreationen auf die Beine stellten. Da sieht man auch, dass Martin und Helmi sehr gut zusammen arbeiten, denn die Weinauswahl war sehr toll und haben das Gericht unterstützt.

Mein Mann bekam zum Schluss noch einen Grappa und einen Espresso ich nahm nur noch die Friandise. Die Friandise wurde ebenfalls von ihnen hergestellt. Da mein Mann sein Friandise nicht mehr möchte, habe ich es mit nach Hause genommen und freue mich, die nun noch am nächsten Tag zu geniessen.
img_3611Es ist aber nicht ein einmaliger Abend, sondern Martin und Helmis Team werden dies noch einige Male durchführen. Uns wurde bereits gesagt, jedes Mal wird etwas neues serviert. Also auch für uns eine Chance nochmals zu kommen. Nächste „mal was Anderes“ findet am 3. März 2017 statt. Aber auch am 7. April 2017, 5. Mai 2017 und 7. Juli 2017 hat man die Möglichkeit sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Weitere Informationen findet ihr auf der Homepage des Hotel Schweizerhof.

Ich kann wirklich nichts negatives sagen. Die Teller waren nicht nur hübsch angerichtet sondern auch ein Gedicht. Wir haben den Abend sehr genossen. Der perfekte Service, der sich sehr gut um uns gekümmert hat und zum Schluss sind wir nur noch glücklich nach Hause gefahren. Ich werde diesen Abend noch lange in Erinnerung behalten.

Eure Madelaine

 

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